Bolivien besitzt mit seiner Hauptstadt, die in 3.700 Meter Höhe liegt, die höchste Metropole und mit dem Chacaltaya, 5.200 Meter hoch gelegen, das höchste Skigebiet der Welt. Außerdem verfügt das südamerikanische Land mit dem internationalen Airport El Alto über den am höchsten gelegenen Verkehrsflughafen der Erde. Seine Start- und Landebahnen liegen auf einer Höhe von 4.020 Meter. Der Lago Titicaca (3.810 Meter) gilt als der höchst schiffbare See. Potosí wird als die höchstgelegene Metropole der Welt bezeichnet und der Salar de Uyuni ist mit einer Ausdehnung von 10.500 Quadratkilometern der größte Salzsee unseres Planeten.

Etwa zehn Prozent der Landesfläche Boliviens macht das weitgehend unfruchtbare Hochplateau Altiplano aus, das auf etwa 4.000 Meter Höhe liegt. Es zeichnet sich durch himmelstürmende, vom Eis gepanzerten, teilweise noch aktiven Vulkanen und idyllischen, kristallklaren Lagunen aus. Die Anden, die ein Drittel der Fläche Boliviens einnehmen, umschließen dieses Hochplateau. Auch dort sind noch Vulkane aktiv, die zusammen mit den erloschenen Kratern ein bis zu 7.000 Meter hohes, äußerst abwechslungsreiches Gebirgsmassiv bilden, die europäische Bergsteiger begeistert. Nach Osten hin fallen die Anden zu den fruchtbaren Tälern der Yungas, der Heimat der Kokapflanze, ab.

Im Osten wird Bolivien von einem feucht-tropischen, bewaldeten Tiefland dominiert. Mit beeindruckenden Tafelbergen, Bergregenwäldern, die der Nebel verhüllt und dem dampfenden Urwald des Amazonas nimmt dieses Gebiet etwa 70 Prozent der Gesamtfläche Boliviens ein. Wer nach Tourist nach Bolivien reist, muss zwar auf Badestrände am Meer unter Palmen verzichten, wird dafür aber durch die atemberaubende Landschaft und die reichen kulturellen Schätze aus der Inka- und der Kolonialzeit über die Maßen entschädigt.