Zu siebeneinhalb Jahren Haft wegen Korruption ist der einstige Präsident von Peru, Alberto Fujimori, am Montag verurteilt worden. Fujimori soll in seiner Zeit als Präsident seinen Berater und Geheimdienstchef Vladimiro Montesinos mit umgerechnet 11 Millionen Dollar aus dem Verteidigungsetat begünstigt haben. Der Angeklagte, dem noch weitere Korruptionsprozesse bevorstehen, hatte das Vorgehen vor Gericht in Lima sogar zugegeben, wollte aber weder straf- noch zivilrechtlich verantwortlich sein. Der fast 71-Jährige, ein japanischstämmiger Agrarwissenschaftler, hatte daraufhin auf nicht schuldig plädiert. Es ist nicht das erste Mal, dass Fujimori vor Gericht musste: Unvergesslich ist der Prozess wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen im April dieses Jahres, bei dem er zu 25 Jahren Haft verurteilt worden war. Er soll den Tod von 25 Zivilisten sowie zwei Entführungen während seiner Amtszeit von 1990 bis 2000 verantwortet haben. Fujimori legte gegen das Urteil Berufung ein. Bereits 2007 hatte er wegen Missbrauchs seiner Macht eine sechsjährige Gefängnisstrafe erhalten.