Panama hat für die Verhältnisse in Lateinamerika ein relativ gutes Straßennetz. Die Hauptstraßen und sogar die meisten Nebenstrecken haben einen Asphalt- oder Betonbelag. Allerdings gibt es an der karibischen Küste und im Osten von Panama vereinzelt Straßen, die durchlöchert und aufgerissen sind – Asphalt sucht hier der Autofahrer vergeblich. 05

Die Hauptverkehrsachsen von Panama zählen die Carretera Interamericana, die die Städte Paso Canoas, Panama-Stadt, Chepo und Yaviza verbindet, die Carretera Transístmica, die den Reisenden von Panama-Stadt nach Colón bringt, die Carretera National No. 2 auf der Halbinsel Azero, die von Divisa über Chitré nach Pedasí führt sowie die Carretera von David über Chiriqui Grande und Almirante nach Changuinola. Da die Interamericana und die Transístmica die einzigen Straßenverbindungen zwischen der Hauptstadt Panamas und den übrigen Landesteilen sind, kommt es hier zu einer starken Verkehrsbelastung, vor allem durch LKWs.

Da die Panamaer wie die Deutschen ihre Autos lieben und mit ihnen an den Wochenenden und an Feiertagen regelmäßig Ausflüge unternehmen sind Staus fast schon vorprogrammiert. Vor allem in Panama-Stadt kommt es immer wieder zu einem Verkehrschaos. Nur am Sonntagvormittag beruhigt sich der Autoverkehr. Ganz besonders schlimm ist die Verkehrslage an den Werktagen zwischen 8 und 10 Uhr sowie 16 und 18 Uhr. Obwohl die Polizei alles unternimmt, um eine gewisse Ordnung in den Verkehrsfluss zu bekommen, bricht der Verkehr manchmal für Minuten völlig zusammen.

Wer sich als Tourist in Panama ein Auto mietet, muss sich vor allem vor den Busfahrern in Acht nehmen. Sie ordnen sich von der Haltestelle ohne Rücksicht in den Fließverkehr ein. In Panama besteht Rechtsverkehr und die Verkehrsregeln unterscheiden sich kaum von denen in Deutschland. Auch dort gelten die Gurtanlegepflicht und die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit. Sie beträgt 100 Kilometer pro Stunde auf der Autobahn, 80 Kilometer pro Stunde auf der Landstraße und 40 Kilometer pro Stunde im Ortsbereich.