In den größeren Militärbasen in Kolumbien gibt es modernstes Equipment von US-Army und Airforce und auch private US-Söldnerfirmen wie Dyncorp sind dort im Einsatz. Die Zusammenarbeit auf dem militärischen Sektor zwischen Kolumbien und den USA gehört zum so genannten Plan Colombia, mit dem die Regierungen der beiden Länder seit dem Jahr 2001 mit Milliarden voll Dollar den Drogenhandel und die Aufständischen bekämpfen.

Nun sollen die US-Amerikaner in Zukunft sieben Armeebasen in Kolumbien benutzen dürfen, was in den Nachbarländern das alte Misstrauen gegen die USA weckt. Deshalb reist der kolumbianische Präsident Álvaro Uribe durch die Nachbarstaaten, die von einer ausgedehnten Allianz zwischen Kolumbien und den USA mehrheitlich entsetzt sind. Am Dienstag besuchte er Peru und Bolivien, am Mittwoch Paraguay und Chile und einen Tag später ist er in Brasilien und Uruguay zu Gast. Die Armee der USA löst südlich des Rio Grande immer Misstrauen und Furcht aus.

„Mir behagen keine US-Basen in Kolumbien“, erklärt der brasilianische Präsident Luis Inácio Lula da Silva. Auch der linksgerichtete bolivianische Politiker Evo Morales betrachtet die US-Plattformen in Kolumbien als Bedrohung. Der Präsident von Venezuela Hugo Chávez spricht sogar von einer konkreten und realen Gefahr, die von den amerikanischen Militärs ausgehe. Nach Venezuela und Ecuador reist Uribe nicht, da Kolumbien mit beiden Ländern alle diplomatischen Beziehungen eingefroren hat.

Kurz vor Bekanntgabe des Ausbaus der militärischen Beziehungen zwischen Kolumbien und den USA wurden Anklagen gegen Caracas und Quito laut. Beide beschuldigt die kolumbianische Regierung erneut, die Aufständischen der Farc zu unterstützen. Die Kolumbianer ließen verlautbaren, dass Ecuadors Präsident Correa bei seinem Wahlsieg 2006 von der Farc unterstützt worden sei. Außerdem wurde bekannt gegeben, die Aufständischen hätten aus Venezuela Kriegsmaterial erhalten, zu dem schwedische Luftabwehrraketen zählen würden.