Die „Miss Universum 2009“ Stefanía Fernández, kommt wie ihre Vorgängerin Dayana Mendoza aus Venezuela. Zum ersten Mal kommt damit seit der Gründung dieser Kür vor 57 Jahren die schönste Frau der Welt zweimal hintereinander aus dem gleichen Land. Die brünette Fernández setzte sich im Finale, das auf den Bahamas stattfand, gegen Ada Aimée de la Cruz aus der Dominikanischen Republik durch.

Inzwischen hat Venezuela den Wettstreit um den Titel der schönsten Frau der Welt sechsmal gewonnen, nur einmal weniger als die Vereinigten Staaten von Amerika. Verantwortlich für die Erfolge ist nicht nur ein landesweit ausgeprägter Schönheitswahn, sondern auch das ausgeklügelte System von Osmel Sousa. Er ist der Chef des Unternehmens „Miss Venezuela“, aus dem die schönsten Frauen des Landes, das zwischen der Karibik, den Anden und des Amazonas liegt, hervorgehen.

Die Kandidatinnen von Osmel Sousa waren schon mehrfach „Miss Universum“, „Miss World“, „Miss International“ oder „Miss Earth“. Talentsucher forschen ganz Venezuela nach den schönsten Frauen des Landes aus. Der Weg zum Titel „Miss Venezuela“ ist hart und steinig. Die Bewerberinnen kämpfen sich durch Provinzentscheidungen und werden in Kaderschmieden gedrillt. Die jeweilig Jahresbeste darf sich dann „Miss Venezuela“ nennen.

Der 62-jährige Boss des Unternehmens sagt immer wieder, dass es bei den Misswahlen keine Wunder gäbe und betont folgendes: „Es gibt Arbeit, Disziplin und Konstanz. Wenn jemand sagt, dass der Erfolg 99 Prozent Schweiß und ein Prozent Talent sind, dann bin ich damit einverstanden.“ Die Damen sollten sich deshalb auch darüber bewusst sein, dass ein Titel ohne Opfer nicht errungen werden könne.

Für die neue Schönheitskönigin Fernández beginnt nun ein neues Leben: sie bekam nicht nur einen hohen Siegercheck, sondern auch einen Gutschein für fünf Tage Urlaub auf den Bahamas, Kisten voller Schmuck und Designerklamotten, ein Stipendium im Wert von mehr als 100.000 Dollar an einer New Yorker Filmhochschule und ein Apartment in Manhattan. Für Stefanía hat sich die harte Ausbildung gelohnt.