Etwa 29 Prozent der Fläche von Panama stehen gegenwärtig unter Naturschutz. Das entspricht einem Areal von rund 22.354 Quadratkilometern. Etwa 17,7 Prozent des Staatsterritoriums bestehen aus Nationalparks, etwa 0,8 Prozent bilden Wildtierreservate, Naturmonumente und Erholungsgebiete und rund 10,5 Prozent verteilen sich auf unterschiedlich genutzte Waldreservate, die für die Öffentlichkeit  im allgemeinen nicht zugänglich sind.

Von den rund 45 Naturschutzgebieten in Panama haben sich etwa zwei Drittel ganz auf die Bedürfnisse der Touristen eingestellt. Einige Areale stehen allerdings noch ganz am Anfang ihrer touristischen Entwicklung. Sie sind besonders für Naturliebhaber interessant, die sich abseits des Massentourismus erholen und die Flora und Fauna des südamerikanischen Landes genießen möchten. In der Regel fehlen dort Öffnungszeiten, Parkwächter, markierte Wanderwege und Eintrittspreise.

Mit dem Ausbau des Ökotourismus in Panama soll sich das aber bald ändern. Wer in Panama ein Naturschutzgebiet besuchen möchte, braucht dafür generell eine Genehmigung, die auch für mehrere Gebiete und Personen ausgestellt werden kann. Diese Genehmigungen gibt es nur im Hauptbüro der ANAM (Autoridad Nacional del Ambiente) in Paraíso und deren Ausstellung dauert etwa drei bis vier Tage.

In Panama gibt es mehrere Kategorien von Naturschutzgebieten: Der Begriff „Parque National“ unterliegt beispielsweise verschiedenen strengen Kategorien. Generell muss ein Nationalpark mindestens eine Fläche von 1.000 Hektar aufweisen und über ein intaktes Ökosystem, über ein herausragendes Merkmal der Region oder über ein Merkmal von nationalem beziehungsweise internationalem Interesse verfügen.

Ein „Refugio de Vida Silvestre“ soll in erster Linie den Fortbestand bedrohter Tiere sichern und ihren natürlichen Lebensraum schützen. Ein „Monumento Natural“ ist ein bedeutungsvolles und wissenschaftlich interessantes Naturgebiet, wie zum Beispiel die natürlichen Badestellen „Los Pozos de Calobre“ oder die „Isla Barra Colorado“. Zu den Erholungsgebieten (Area Nacional de Recreo) zählen in Panama unter anderen der „Parque Metropolitano“, „Area Recreativa Lago Gatún“ und der „Parque Municipal y Jardín Botánico Summit“, die immer in der Nähe größerer Städte liegen.

Die Nationalparks in Panama sind in der Regel von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet zwischen einem und drei Dollar. Dieser Betrag ist am Eingang zu den jeweiligen Nationalparks zu bezahlen.