Valdivia liegt am Zusammenschluss mehrerer Flüsse, die im Valdivia-Mündungsbecken zusammentreffen. Die Stadt war eine der ersten Siedlungen der Spanier in Chile und ist heute in erster Linie dank der vielen Deutschen die sich im 19. Jahrhundert dort niederließen, eine moderne Stadt, die von der Industrie geprägt ist. Die „Calle General Lagos“ ist auch in der Gegenwart noch von der europäischen Architektur geprägt, in deren Stil die Einwanderer damals die Gebäude bauten. Ein Highlight für die heutigen Besucher der Stadt ist auch der „Mercado Fluvial“, ein Lebensmittelmarkt, der täglich auf Flussschiffen am Río Calle Calle stattfindet.
Osorno, das Zentrum eines Viehzuchtgebiets, liegt etwa 880 Kilometer südlich von Santiago de Chile. An die deutschstämmigen Stadtgründer erinnern nur noch einige farbige Holzhäuser an der „Avenida Meckenna“ und einige deutsche Namen im Straßenbild. Heute leben in der Stadt rund 110.000 Menschen. Interessant für Touristen ist der „Feria Ganadera“, einer der größten Viehmärkte von Chile, auf dem ganze Tierherden den Besitzer wechseln.
Die Stadt Puerto Varas wurde ebenfalls von deutschen Kolonisten gegründet. Vor dort aus können Naturliebhaber auf der Straße Nr. 94 in die chilenische Wildnis aufbrechen. Der Weg führt durch eisige Täler, über felsige Klippen und durch dichte Wälder zum Reloncaví-Sund, wo Lachse gezüchtet werden. Wer möchte kann über einen Meeresarm mit dem Boot zum Pazifik schippern.
Den Hafen Puerto Montt gründete 1853 Vícente Pérez Rosales, zusammen mit Einwanderern aus Deutschland. Sechzig Jahre später wurde der Ort ans Eisenbahnnetz von Chile angeschlossen, wodurch weitere Siedlungen entstanden. Heute ist die Hafenstadt der südliche Endpunkt der berühmten Panamericana. Obwohl inzwischen mehr als 100.000 Einwohner in der Stadt leben, hat Puerto Montt seinen kleinstädtischen Charme nicht verloren. Beeindruckend ist das älteste Bauwerk der Stadt, eine Kirche, die ganz aus Redwood-Holz erbaut wurde.