Die russische Regierung hat Venezuela einen Milliardenkredit zum Kauf von russischen Panzern und Luftabwehrsystemen bewilligt. Der Präsident des südamerikanischen Landes, Hugo Chávez, kündigte am Sonntag, den 13. September 2009, an, Venezuela werde von Russland 92 Panzer, Raketenwerfer sowie Raketenabwehrsysteme kaufen. Der Staatschef bekräftigte, dass Venezuela mit der Hilfe russischer Waffensysteme eine moderne und schlagkräftige Luftabwehr aufbauen werde.
Zuvor hatte der linksgerichtete Politiker Chávez noch einmal betont, dass Venezuela kein anderes Land angreifen wolle, aber dafür sorgen müsse, sein Land vor jeder Bedrohung feindlicher Mächte zu schützen. Hugo Chávez hatte in der vergangenen Woche die Zusammenarbeit auf dem militärischen Sektor mit Russland vereinbart. Als Hintergrund nannte der Staatschef von Venezuela, die wachsenden Spannungen mit dem Nachbarland Kolumbien, dessen Regierung in Bogotá entschieden hatte, den Vereinigten Staaten von Amerika Zugang zu sieben kolumbianischen Militärstützpunkten zu genehmigen.
Zwischen den Jahren 2005 und 2007 hatten die beiden befreundeten Staaten Venezuela und Russland bereits ein Dutzend Verträge über Waffenlieferungen aus Russland in einer Höhe von 4,4 Milliarden Dollar abgeschlossen. Der Handel war für beide Seiten äußerst lukrativ – im Gegenzug zur Aufrüstung von Venezuela mit modernster Waffentechnologie, sicherten sich ein russisches Firmenkonsortium eine Beteiligung an der Erschließung und Ausbeutung der riesigen Erdölvorkommen am Gebiet des Orinoco.
Zu dem russischen Unternehmenskonsortium gehören die Energiegiganten Gazprom und Rosneft sowie die Firmen Lukoil, TNK-BP und Surgutneftegaz. Diese Zusammensetzung bestätigte der Energieminister von Venezuela Rafael Ramirez. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez sprach im gleichen Zusammenhang von einer Investitionssumme von fast 30 Milliarden Dollar, die in das Joint Venture fließen werde. Venezuela wird bei diesem Projekt die Mehrheit halten. Der Anteil des Staatsunternehmens PDVSA an der Erschließung und Ausbeutung der Erdölvorkommen beträgt 60 Prozent
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