Die bis zu 250 Kilometer lange und bis zu 80 Kilometer breite pazifische Tieflandebene von Guatemala zeigt dem Besucher nur auf den ersten Blick ein relativ unspektakuläres Gesicht. Der heiße tropische grüne Küstengürtel zieht sich von der Grenze zu El Salvador im Südosten bis nach Mexiko im Nordwesten. Die Ebene verläuft parallel zu einer Kette von Vulkanen des Hochlands und bildet eine natürliche Barriere zwischen diesen beiden geographischen Gebieten.
Eine der Hauptattraktionen für Reisende nach Guatemala ist der Pazifische Ozean, der sich an den Stränden des lateinamerikanischen Landes überwiegen von seiner wilden Seite zeigt. Das Baden ist wegen der meterhohen Wellenberge und starken Unterströmungen nicht ungefährlich. Für Surfer ist das Gebiet allerdings geradezu ein Paradies.
Neben den langen und breiten Sandstränden bietet das Tiefland an der Pazifikküste von Guatemala weitere Ausflugsziele, die einen Abstecher absolut lohnen. Wer sich für die Geschichte des Landes interessiert, kann archäologische Stätten besuchen, wer eher der Natur zugewandt ist, sollte sich unbedingt die beeindruckenden Mangrovenwälder anschauen. Sportbegeisterte Gäste können Aktivitäten wie Hochseefischen und Rafting nachgehen.
Die sehenswerten Städte der Küstenebene haben ihren kolonialen Charakter fast völlig eingebüßt. Ihre Bevölkerungszahl hat in den vergangen Jahren sehr stark zugenommen – gebaut wurde rein funktional. Auch an den Stränden entstehen viele Gebäude, denn die Pazifikküste von Guatemala ist für viele Einheimische zu einem beliebten Ferienaufenthaltsort geworden, deren Reiz auch immer mehr Touristen aus aller Welt entdecken.
Heute zählt die fruchtbare pazifische Tiefebene von Guatemala nicht nur wegen dem aufstrebenden Tourismus zu den Devisenbringern des Landes. Während früher dort Baumwolle und Bananen angebaut wurden, wächst hier jetzt vor allem Zuckerrohr. Guatemala zählt inzwischen zu den größten Zuckerproduzenten der Welt. Außerdem werden dort tropische Früchte geerntet wie Papaya, Mango und Ananas.