Vor rund 40 Jahren war Playa del Carmen, das heute an einer der reichsten Küsten Mexikos, der Riviera Maya liegt, noch ein kleines armes Dorf, dessen Einwohner hauptsächlich vom Fischfang lebten. Man konnte schon damals mit der Fähre zur Insel Cozumel übersetzen, die der berühmte Meeresforscher Jacques Cousteau 1961 zu einem der besten Tauchreviere auf der Welt erklärte. Lebten damals etwa 200 Menschen in Playa del Carmen, sind es heute gut 100.000.
Der Ort an der Riviera Maya entwickelte sich im Lauf der Jahre zum exklusiven Badeort der gesellschaftlichen Elite von Mexiko und reicher Ausländer. Wer von Deutschland dort unter mexikanischen Palmen seinen Urlaub verbringen möchte, muss zuerst einmal von Frankfurt nach Cancún fliegen. Der Flug dauert rund 14 Stunden. Von dort lässt man sich mit einem Taxi oder einem Bus der 1. Klasse ins gebuchte Hotel zur Riviera Maya bringen.
Urlauber, die schon einmal in Florida waren, werden kaum glauben, sich in Mexiko zu befinden, einem Land, in dem die Maya und Tolteken herrschten. Auf den Straßen fahren die gleichen klimatisieren Autos wie in den USA, in den Mega-Supermärkten gibt es ein ähnliches Angebot an Waren. Bei einem solchen Luxus vergisst der Reisende schnell, dass der tropische Dschungel mit seinen Mangrovensümpfen nur etwa eine Autostunde entfernt liegt und dort Krokodile, Jaguare und Schlangen leben.
Auch nicht weiter entfernt von der Riviera Maya als der mexikanische Regenwald befinden sich die „Cenotes“, mit Süßwasser gefüllte Kalksteinlöcher, ein phantastisches Ziel für Höhlentaucher. Zu den Mayaruinen von Tulúm und Cobá ist der Weg auch nicht weiter. Etwa die doppelte Wegstrecke muss zurücklegen, wer zur Pyramide des Quetzalcoatls, der gefiederten Gott-Schlange der Mayas, nach Chichén Itzá reisen möchte. An der Riviera Maya gehen Kultur und Erholung eine einzigartige Verbindung ein.