Die Karibikküste Südamerikas zeichnen sich durch tropisch heiße Palmenstrände, einen lässigen Lebensstil und ein pulsierendes Nachtleben aus. Fährt man von der Küste aus ins Landesinnere türmen sich hohe, zerklüftete Gebirge auf, in denen der Reisende selbst in der Äquatorzone Abkühlung findet. Die südlichen Regionen des Nordens von Südamerika werden von tropischen Urwäldern dominiert.
Die Menschen im Hochland sind überwiegend „mestizos“, das heißt Mischlinge aus Europäern und Indianern. An der Küste dagegen leben viele Schwarze und Mulatten, die Nachfahren der Sklaven, die aus Afrika nach Südamerika gebracht worden waren. Teilweise hat sich das afrikanische Erbe in Siedlungen im Inneren von Guayana, Suriname und Französisch Guyana bis heute erhalten. In diesen Gebieten wie auch in Venezuela gibt es noch indianische Urwaldstämme, die bis in die sechziger Jahre völlig unbekannt waren.
Kolumbien hat bei den Touristen noch immer nicht den besten Ruf, obwohl weite Landesteile für Besucher sicher sind. Eine Reise in das südamerikanische Land lohnt sich schon allein wegen der atemberaubenden Landschaften und seiner herausragenden historischen Sehenswürdigkeiten wie die Ruinen der Kultstätte von San Augustín, die von den Spaniern gegründete Festungsstadt Cartagena oder das bedeutendste Goldmuseum des Kontinents in der Hauptstadt Bogotá.
Interessante Museen gibt es ebenfalls in Caracas, der Hauptstadt von Venezuela, zu bestaunen. Wer sich weniger für Kunst als für das dolce vita interessiert, kommt in der Erdölrepublik auch auf seine Kosten – wunderschöne karibische Strände laden zum Entspannen ein, viele davon rund um die Ferieninsel Isla de Margarita gelegen, die auch „Perle der Karibik“ genannt wird.
Naturliebhaber werden das schwer zugänglichen Hochland von Guayana lieben: hier stürzt sich der höchste Wasserfall der Welt von einem Hochplateau in die Tiefe. Das Hochland ist außerdem geprägt durch bizarre Felsformationen, eine Savanne, die goldfarben schimmert sowie dichten Regenwald. Nicht nur Guayana zieht immer mehr Touristen an, sondern auch Suriname und Französisch Guayana. Die Menschen, die dorthin reisen, wollen vor allem die immensen Regenwälder erkunden und zu ethnischen Gruppen vordringen, die ihre uralte Lebensweise noch erhalten haben.