Mexikos Halbinsel Yucatán liegt eineinhalb Flugstunden südwestlich von Miami am karibischen Ozean. In der Hauptstadt Cancun hat die Tourismusbranche seit rund 30 Jahren kräftig investiert. Auf einer 25 Kilometer langen und manchmal kaum 200 Meter breiten Sandbank rund um die Lagune ist die „Zona Hotelera“ entstanden. Sie umfasst 150 Unterkünfte mit etwa 20.800 Betten. Nirgendwo sonst in der Welt gibt es eine solche Konzentration von Fünf-Sterne-Hotels.
In der Nähe der Hotelkette von Cancun gibt es ein gutes halbes Dutzend Golfplätze, die das Prädikat Weltklasse tragen. Beispielsweise den Golfplatz „Playa Mujeres“, der mitten in einem dichten Dschungel liegt und dessen Fairways so exakt gemäht sind, dass sie wie Luxus-Auslegeware wirken. Die Grüns sind brettharte Rasenteppiche, auf denen die Golfbälle rasend schnell den Weg zur Fahne finden. Durch die riesigen Bunker dürfen die Golfspieler sogar mit dem Golfcart fahren, ohne danach harken zu müssen.
660.000 Golfspieler reisten zuletzt pro Jahr nach Mexiko, überwiegend Amerikaner. Der am schwersten zu bespielende Golfplatz ist das „Playacar Resort“. Wer hier nicht den exakten geraden Schlag beherrscht, braucht viele Reservebälle. Verirrt sich ein Ball in den Mangrovendschungel, muss er nicht gesucht werden. Es geht von dort aus mit einem Strafschlag weiter, wo der Ball im Dickicht verschwand.
Der Golfplatz „Mayakoba Golf“ ist für seinen Manager Omar Valez nicht nur der schönste in Yucatán, sondern in ganz Mexiko. Golf spielen auf höchsten Niveau in dem lateinamerikanischen Land gibt es noch nicht so lange. Die Erklärung dafür ist eine Legende, die besagt: Wer seit Ewigkeiten am endlosen Sandstrand liegen kann, wird nicht auf die Idee kommen, sich in einen Sandbunker zu stellen. Investoren haben diese Ansicht geändert und vor allem auf dem US-Markt damit riesigen Erfolg gehabt. In Deutschland dagegen sind spezielle golftouristische Angebote zu den Golfplätzen Yucatáns noch rar.