Gerhard Heck und Manfred Wöbcke haben einen Reiseführer über Mexiko geschrieben, der von Märkten, Palmenstränden, Maya-Pyramiden und Azteken-Tempel berichtet. Das Land erfüllt auch alle diese unterschiedlichen Urlaubsträume. Dies ist aber bei weitem nicht alles, was Mexiko ausmacht, wie die beiden Autoren eindrucksvoll beweisen. Dabei zitieren sie gleich am Anfang den großen Dichter Pablo Neruda, der diese Tatsache einst so formulierte: „Es gibt in Amerika und auf dem Planeten kein Land mit größerer menschlicher Tiefe als Mexiko und seine Bewohner.“
Die ersten Abschnitte des Buchs informieren den Leser über die Natur und die Umwelt Mexikos, seine Wirtschaft, das Sozialwesen und die Politik. Anschließend gehen Heck und Wöbcke kurz auf die Geschichte, die Gesellschaft, das Alltagsleben sowie auf die Architektur und die Kunst des lateinamerikanischen Landes ein. Auf rund 30 Seiten haben die Autoren Wissenswertes für die Reise zusammengetragen wie beispielsweise über Reise- und Routenplanung, Unterkunft, Reisezeit und Urlaubsausrüstung sowie über Einkaufen und Ausgehen in Mexiko.
Es folgen acht Kapitel „Unterwegs in Mexiko“, die auf einzelne Regionen und bestimmte Reiserouten detailliert eingehen. In jedem Kapitel gibt es einen oder mehrere „Richtig Reisen-Tipps“. Bei dem Abschnitt über Mexiko-Stadt bezieht sich zum Beispiel einer der Tipps auf das „Festival de México“. Seit 1984 wird das historische Zentrum der Hauptstadt alljährlich im April für drei Wochen zum Schauplatz internationaler Kulturveranstaltungen. In alten Palästen und romantischen Innenhöfen, in Kirchen und Theatern werden Kammermusik, Jazz, Ballett und zeitgenössischer Tanz dargeboten, Filme gezeigt und Literatur gelesen.
Zu den Highlights im zentralen Hochland, die Touristen unbedingt besuchen sollten, zählen die Autoren San Miguel de Allende, eine Künstlerstadt in den Bergen und Guanajuato, eine Kolonialstadt, die unter Denkmalschutz steht. Auch San Miguel de Allende ist seit 1926 vollständig denkmalgeschützt. Mit seinen engen, kopfsteingepflasterten Gassen, mit Palästen, spanischen Arkaden und Alleen von Jacaranda-Bäumen erscheint es den Besuchern wie ein einzigartiges Freilichtmuseum.
Zu den Reisehighlights des Nordens gehören laut Heck und Wöbcke die Barranca del Cobre, ein System tiefer Schluchten mit abenteuerlichen Siedlungen. Außerdem empfehlen sie eine Fahrt auf der schönsten Eisenbahnstrecke Mexikos, die von los Mochis nach Chihuahua führt und dabei einen Teil der Sierra Madre Occidental durchquert. Der Weg führt durch alle Klima- und Vegetationszonen des Landes.
Wer sich weniger für die grandiosen Landschaften und die herrlichen Kulturschätze Mexikos interessiert, findet in den Badeorten am Pazifik auf jeden Fall sein individuelles Traumziel. An der 2.000 Kilometer langen pazifischen Küstenlinie kann der Urlauber zwischen mondänem Luxus und Urlaub nach Hippie-Art wählen. Zwischen diesen beiden Extremen gibt es dort unzählige andere Urlaubsvarianten, von ökologisch ausgerichtet bis nach US-amerikanischer Art.
Die detaillierten Citypläne und Routenkarten sowie der Reiseatlas am Ende des Buches ermöglichen eine ausgezeichnete Orientierung vor Ort. Der hervorragende Reiseführer Mexiko ist in der Reihe „Richtig Reisen“ bei Dumont erschienen und kostet 24,95 Euro.