Heute wird Lionel Messi, Stürmerstar aus Argentinien, der für den FC Barcelona und in der argentinischen Nationalmannschaft spielt, den Goldball verliehen bekommen, mit dem die Fachpublikation France Football seit dem Jahre 1956 Europas Fußballer des Jahres auszeichnet. Lionel Messi gewann die Wahl mit einem überwältigenden Vorsprung – mit 374 von 480 möglichen Punkten. Zweiter wurde Cristiano Ronaldo der es auf 233 Punkte brachte.
Keiner der Preisträger der vergangenen Jahrzehnte hatte jemals eine solche Punktzahl erreicht. Nicht Franz Beckenbauer, nicht Ronaldo, nicht Ronaldinho und auch nicht Kaka. Lionel Messi ist mit dieser Wahl zum unumstrittenen König des globalisierten Fußballs aufgestiegen. In gewohnter Einsilbigkeit bedankte sich der Preisträger aus Argentinien: „Es ist eine große Ehre. In einem anderen Interview hatte Messi einmal gesagt, dass er durch den Ball rede – und das macht er ohne Frage großartig.
In der vergangenen Fußballsaison gewann Lionel Messi alles, was es zu gewinnen gab. Er wurde mit dem FC Barcelona spanischer Meister, siegte im Landespokal, holte sich den nationalen und europäischen Supercup und triumphierte in der Champions League. In 51 Spielen erzielte der Stürmerstar aus Argentinien 38 Tore, das wichtigste davon im Finale der Champions League in Rom gegen Manchester United.
Lionel Messi ist nur 1,69 Meter groß und hatte schon als Kind große Wachstumsprobleme. In die Jugendmannschaft von Barcelona kam das 13-jährige Ausnahmetalent aus Argentinien nur, weil sich der Verein bereit erklärte, Messi eine Wachstumshormonkur zu bezahlen, die sich sein Vater, der in einer Fabrik arbeitete, nicht leisten konnte. Hier durchlief er alle Jungendabteilungen und reifte zum Fußballstar.
Nur in Argentinien selbst ist man mit seinen fußballerischen Leistungen nicht immer zufrieden. Vor allem für seine Auftritte in der argentinischen Nationalmannschaft erntete Lionel Messi immer wieder Kritik. Die Medien warfen ihm vor, in den Qualifikationsspielen zur Weltmeisterschaft, ein bloßer Schatten seiner selbst gewesen und damit kläglich versagt habe. Nun hofft die Presse, dass die Auszeichnung Europas Fußballer des Jahres Lionel Messi das nötige Selbstvertrauen und Motivation für die Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr in Südafrika beschert.