Wer billig durch Südamerika reisen möchte, sollte sich auf jeden Fall den Reiseführer „Südamerika für wenig Geld“ besorgen, der im Verlag Mairdumont erschienen ist. Die 29,95 Euro für das 1.300 Seiten starke Werk sind bestens angelegt. Unter anderem hat das Autorenteam die besten und preiswertesten Unterkünfte und Restaurants in elf südamerikanischen Ländern zusammengestellt. Es ist sehr positiv, dass im ganzen Buch immer wieder Anbieter von Ökotourismus empfohlen werden und zum verantwortungsbewussten Reisen aufgerufen wird.
Die Highlights des südamerikanischen Kontinents haben so viele Facetten wie die Touristen Interessen. Für Sportler haben die Autoren die besten Adrenalinkicks ausprobiert. Wer hoch hinaus will, kann mit dem Drache ab Pedra Bonita über Rio fliegen oder mit dem Gleitschirm über die Brandung und die Dünen in Iquique in Chile fliegen. Bergesteiger fühlen sich zum Beispiel in Zentralargentinien extrem wohl, wenn sie auf den Cerro Aconcagua klettern, den höchsten Gipfel der westlichen Hemisphäre.
Für Naturliebhaber hat Südamerika natürlich auch sehr viel zu bieten. Die Autoren waren im Parque Nacional Los Glaciares, bei Argentiniens wachsendem Perito-Moreno-Gletscher. Sie beschreiben das Pantanal, das riesige brasilianische Feuchtgebiet und schildern ihre Eindrücke von den Galapagos-Inseln, die vor der Küste Ecuadors gelegen, berühmt für seine Tierwelt und Pflanzen sind. In Venezuela können die Touristen zwei der phantastischsten Naturattraktionen Südamerikas erleben: Den Salto Angel, den höchsten Wasserfall der Welt und den gewaltigen Tafelberg Roraima.
Für Besucher, die länger durch Südamerika reisen möchten, haben die Autoren verschiedene Reiserouten ausgetüftelt. Wer viel Zeit hat, kann auf einer großen Runde vier bis acht Monate den Kontinent erforschen – die kurze Tour dauert sechs bis acht Wochen. Wer sparsam lebt, kommt mit 20 bis 25 US-Dollar pro Tag aus. Die große Runde beginnt in Buenos Aires, führt hinab ganz in den Süden nach Ushuaia, an der Westküste Chiles hinauf nach Santiago de Chile.
Die Tour geht weiter über Lima, Quito und Bogotá zu den Salto Àngel-Wasserfällen. In Santa Elena de Uairén führt die Reise über die brasilianische Grenze nach Manaus und mit dem Boot nach Belém. Nach dem Besuch des Parque Nacional dos Lençóis Maranhenses führt die Route weiter über Jericoacoara, Olinda und Salvador zum glanzvollen Abschluss des Reiseabenteuers: Rio den Janeiro. Wer weniger Zeit hat, kann sich für eine einmonatige Anden tour entscheiden oder in drei Wochen die Südspitze Südamerikas kennen lernen.
Obwohl 1.300 Seiten dick, ist der Reiseführer sehr lesefreundlich. Er ist nicht nur in einzelne Länderkapitel gegliedert, sondern weist hinter jedem Ortsnamen oder Sehenswürdigkeit die Seitenzahl auf, auf der man sich intensiver mit dem Reiseziel beschäftigen kann. Durch das Chaos der Städte und das Dickicht des Dschungels leiten den Reisenden 242 Karten. Außerdem gibt es im Reiseführer viele Informationen über Verkehrsmittel und Grenzübergänge.