Die Stadt Cayambe hat etwa 30.000 Einwohner und ist ein Milchwirtschaftszentrum. Sie liegt in einer Höhe von 2.500 Metern, 65 Kilometer im Norden von Quito, der Hauptstadt Ecuadors. Wer von Quito in die fruchtbare Hochebene von Cayambe fährt, kommt auf der Äquatorlinie bei Guachalá an einer Sonnenuhr nach präkolumbianischem Vorbild vorbei. Der Schattenzeiger ist zehn Meter lang. Um ihn herum ist eine Windrose aus Flusssteinen errichtet, die einen Durchmesser von 54 Metern hat.

Die gebirgige Umgebung von Cayambe eignet sich vorzüglich für ausgedehnte Bergwanderungen oder Reitausflüge. Ein beliebtes Touristenziel sind die präkolumbianischen Ruinenstätten von Quito Loma. Ecuador hat sich auch unter Bergsteigern zu einem beliebten Reiseziel entwickelt. Ganz in der Nähe im Westen der Stadt Cayambe befindet sich der gleichnamige, dritthöchste Berg von Ecuador, der bis in eine Höhe von 5.790 Meter in den Himmel ragt.

Zu einer ganz besonderen Besucherattraktion zählen die versteckt in der Ostkordillere gelegenen, heißen Thermalquellen von Oyacachi, die sich in einer Höhe von 3.140 Metern befinden. Sie sind in etwa zwei Stunden Fahrtzeit von Cayambe aus über eine landschaftlich reizvolle Andenstraße zu erreichen. Das Wasser der Quellen ist bis zu 45 Grad heiß und enthält hohe Konzentrationen von Schwefel und Chlor. Die heilende Wirkung der Quellen ist vor allem Menschen mit Rheuma oder Arthritis zu empfehlen.

Die Thermalquellen und das idyllisches Bergdorf Oyacachi gehören zur Reserva Ecológica Coca-Cayambe. Wer möchte, kann sein Camp im Thermebereich aufschlagen, da es hier noch kein Hotel zum übernachten gibt. Es gibt allerdings kleine Lokale, die fangfrische Forellen als Delikatesse anbieten. Touristen, die sich für die präkolumbianische Geschichte von Ecuador interessieren, können von den Thermalquellen aus, in knapp einer Stunde, zum Friedhof von Nuacallacta wandern, der am Río Qyacachi liegt.