Monterrico, an der Pazifikküste von Guatemala gelegen, ist ein idealer Ort, um sich ein paar Tage beim Baden und Surfen zu entspannen. Vom Kilometer langen schwarzen Sandstrand bietet sich den Touristen ein phantastischer Blick über die Weiten des Pazifischen Ozeans, der hier auch durch seine außergewöhnliche Brandung beeindruckt. Im Hinterland von Monterrico erstreckt sich ein großes Naturschutzgebiet mit Mangrovenwäldern, mit unzähligen kleinen Kanälen, in denen die exotischsten Arten von Wasservögeln schwimmen.
In diesem einfachen, idyllischen Fischerdorf kann der Guatemalareisende gigantische Sonnenuntergänge am tosenden Pazifik beobachten. Doch leider hat sich dieser Geheimtipp auch in Guatemala selbst herumgesprochen. Vor allem am Wochenende kommen viele Einheimische nach Monterrico, die mit ihren Jeeps und Sandbuggys am Strand Rennen ausfahren. Wer es beschaulicher möchte, sollte unter der Woche nach Monterrico kommen.
Im Ort gibt es etwa zwanzig Übernachtungsmöglichkeiten. In der Regenzeit, die in Guatemala von Mai bis November dauert, empfiehlt es sich ein Moskitonetz zu kaufen, da in den Hotels einige löchrig sein könnten. Wer nach Monterrico reist und sich für die Natur interessiert, sollte auf jeden Fall auch das Biotópo Monterrico-Hawaii besuchen, das 2.800 Hektar groß ist und zu 70 Prozent aus Wasser besteht. Die übrigen 30 Prozent bestehen aus Mangrovenwäldern, Schilfgras und Sandstreifen.
Das Naturschutzgebiet bietet für Wasservögel, Fische, Schildkröten, Garnelen Kaimane und Leguane einen phantastischen Lebensraum. Bootstouren sind jederzeit möglich. Um der Hitze des Tages in Guatemala zu entgehen, sollte man möglichst früh starten. Das Centro de Estudios Conservacionistas der San-Carlos-Universität unterhält in Monterrico ein kleines Besucherzentrum für Touristen. Dort gibt es neben einer kleinen Bibliothek und einigen Schautafeln auch Zuchtbecken mit kleinen Leguanen, Kaimanen und Schildkröten.
Der Strand von Monterrico ist für Meeresschildkröten ein wichtiger Platz für die Eiablage. Drei Arten, darunter die bis zu 900 Kilogramm schwere Lederrücken-Schildkröten kommen vor allem im August und September hierher, um bis zu 150 Eier pro Tier im schwarzen Sand am Pazifikstrand zu vergraben.