Die Mentalität der Einwohner Boliviens unterscheidet sich gewaltig, je nach Klimazone und Höhenlage, in denen sie leben. Die Bewohner des Hochlands (Kollas) und des Flachlandes (Cambas) halten sich selbst für die „besseren“ Bolivianer. Die Flachländler sind angeblich warmherziger, aufgeschlossener und großzügiger gegenüber Touristen, als die übrigen Bolivianer. Die Bewohner des Hochlandes arbeiten dagegen angeblich mehr, gelten aber auch als engstirniger als der Rest der Bevölkerung.
Für alle Menschen in Bolivien haben Höflichkeiten und freundliche Begrüßungen einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Eine Unterhaltung beginnt mit dem üblichen „Guten Tag“ und „Wie geht´s?“. Die spanische Sprache in Bolivien verwendet gerne Diminutive, sprich Verkleinerungsformen, wie beispielsweise statt Hund den Ausdruck Hündchen.
Das Alltagsleben der Bolivianer hängt ganz stark davon ab, ob sie in der Stadt oder auf dem Land leben und welcher gesellschaftlichen Klasse sie angehören. Auch der kulturelle Hintergrund der Menschen in Bolivien spielt bei der Lebensart eine große Rolle. Zum Beispiel leben viele campesinos ein traditionelles Leben in ihren Dörfern – weitgehend ohne fließendes Wasser und elektrischen Strom. Die Städter dagegen haben sich an den Komfort der westlichen Welt gewöhnt.
Auch die Kleidung der Bolivianer ist stark unterschiedlich ausgeprägt, vor allem bei den Frauen. Die Variationen reichen von den Faltenröcken der Frauen des altiplano bis zu den Designerklamotten der Großstädterinnen. Außerdem ist Bolivien stark in den Traditionen seiner Geschichte verwurzelt. Das beginnt bei den rituellen Opfergaben an die Mutter Erde (Pachamama) und endet bei der Gewohnheit Kokablätter zu kauen.
Mythen spielen in Bolivien ebenfalls eine bedeutende Rolle. Eine ganze Armee von Geistern und Göttern sind beispielsweise für eine sichere Reise, eine gute Ernte oder eine glückliche Ehe verantwortlich. Eine besonders ungewöhnliche Tradition ist ein ritueller Boxkampf, der so genannte tinku, der eine Hackordnung festlegt. Der Brauch wird auf einigen Festen im Landesteil „Potosí“ praktiziert.
#1 by N5 on Samstag, 26. Dezember 2009
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Alles korrekt, aber Potosi ist kein nördlicher Landesteil und der letzte Satz macht allgemein wenig Sinn