Der holländische Brauereikonzern Heineken übernimmt den zweitgrößten mexikanischen Bierbrauer Femsa. Mit dem Kauf, dessen Details im zweiten Quartal 2010 abgeschlossen sein sollten, erhält Femsa im Gegenzug durch einen Aktientausch 20 Prozent der Heineken-Anteile. Der drittgrößte Brauereikonzern der Welt verspricht sich durch den Zukauf in Mexiko einen größeren Absatz auf den lateinamerikanischen Wachstumsmärkten.

Der Chef von Heineken, Jean-François van Boxmeer, rechnet beispielsweise im Zeitraum von 2008 bis 2015 allein in Brasilien mit einem Zuwachs des Bierkonsums um 11,9 Prozent, in Mexiko mit einem Plus von 11,2 Prozent und in den Vereinigten Staaten von Amerika mit einem Zuwachs von 9,1 Prozent. Nach dem Kauf von Femsa, wird der Heineken-Konzern  203 Millionen Hektoliter Bier brauen.

Der Kaufpreis des mexikanischen Bierbrauers von insgesamt 5,3 Milliarden Euro setzt sich aus einem zugrunde gelegten Wert des Unternehmens von 3,8 Milliarden Euro sowie Verpflichtungen für Altersvorsorge sowie für Schulden in einer Höhe von insgesamt 1,5 Milliarden Euro zusammen. Femsa soll zwar über einen Aktientausch 20 Prozent der Heineken-Aktien erhalten, dennoch bleibt die Mehrheit von knapp über 50 Prozent der Aktien an der Holding bei der Heineken-Familie.

Heineken-Chef Jean-François van Boxmeer glaubt fest daran, dass die Übernahme von Femsa in Mexiko dem niederländischen Konzern im Jahr 2013 rund 150 Millionen Euro Einsparungen bringen wird. An der Börse von Amsterdam notierte der Kurs der Heineken-Aktien nach Bekanntgabe der Übernahme mit einem Plus von vier Prozent.

Auch der Chef von Femsa, José Antonio Fernández war mit dem Deal hochzufrieden. Er begründete den Zusammenschluss mit Heineken damit, dass sich für den zweigrößten Brauereikonzern Mexikos ganz neue Entwicklungsperspektiven eröffnen werden. Er erklärte, Femsa werde durch seinen Anteil an der niederländischen Brauerei Heineken, von den Möglichkeiten eines auf den Weltmarkt ausgerichteten Unternehmens profitieren.