Einer der Hauptgründe, warum Touristen nach Suriname reisen, sind die vielen phantastischen Nationalparks und Naturschutzgebiete. Es ist allerdings äußerst schwierig, sie allein erkunden. Deshalb buchen die meisten Besucher eine geführte Tour. Das größte Naturschutzgebiet in Suriname ist das Central Suriname Nature Reserve, das 1,6 Millionen Hektar umfasst und seit 1998 zum Weltnaturschutzerbe gehört.

Die riesigen Regenwaldgebiete des Schutzgebiets machen zwölf Prozent der Landfläche von Suriname aus. Die Region ist vor allem für ihren Artenreichtum berühmt. 40 Prozent aller Tiere und Pflanzen kommen ausschließlich in den Guayanas vor. Zu den weiteren Highlights für die Touristen zählen atemberaubende Wasserfälle und einzigartige Geländeformationen. Bei den Raleigh-Wasserfällen am Oberlauf des Coppename können Naturliebhaber unzählige Vogel- und Affenarten beobachten.

Die Naturschutzstiftung von Suriname Stinasu bietet Unterkünfte für Touristen auf Foengoe Island an. Um dort hinzugelangen ist man allerdings zuerst fünf Stunden mit dem Auto und anschließend zwei Stunden mit dem Boot unterwegs. Wer auf die 240 Meter hohe Granitkuppel des Voltzbergs hinaufsteigen möchte, ist noch einmal zweieinhalb Stunden zu Fuß durch den Dschungel unterwegs. Eine wunderbare Aussicht auf das Dach des Regenwaldes entschädigt die Reisenden für alle Mühen.

Ebenso sehenswert ist das Brownsberg Nature Reserve, dass ich rund 100 Kilometer südlich von Paramaribo, oberhalb des Brokopondo-Stausees erstreckt. Die Naturschutzstiftung hat hier zahlreiche Wanderwege angelegt. Die Verwaltung des Naturschutzparks befindet sich oben auf dem Plateau. Touristen können dort für 35 Dollar in komfortablen Unterkünften übernachten.

Wer die Naturschutzgebiete von Suriname in sein Herz geschlossen hat, sollte auf jeden Fall auch von Brownsberg aus, einen Abstecher nach Tonka Island unternehmen, auf der das Amazon Conservation Team zusammen mit den Saramacca-Maroons ein Ökotourismus-Projekt leitet. Besucher können von Paramaribo aus mit einem Minibus zum Maroondorf Koffeekamp fahren. Der Eintritt kostet vier Dollar. Wer möchte kann sich von hier von der Naturschutzstiftung Stinasu abholen und zum Naturschutzgebiet Brownsberg Nature Reserve bringen lassen.