Der Ex-Präsident von Honduras Manuel Zelaya darf nachdem der neue Präsident Porfirio Lobo in sein Amt eingesetzt worden ist, zusammen mit seinen Familienclan und seinen treuesten Anhängern in die Dominikanische Republik ausreisen. Dem Politiker, der immer noch in der brasilianischen Botschaft in Tegucigalpa lebt, wurde dafür freies Geleit versprochen. In Santo Domingo wird der ehemalige Staatschef als Gast empfangen werden. Ein entsprechendes Übereinkommen hat der dominikanische Präsident Léonel Fernandez mit Manuel Zelaya geschlossen.

Der Anführer, der nur vom Parlament ernannten Regierung, Roberto Micheletti, wollte Manuel Zelaya nur dann freies Geleit zusichern, wenn er in einem Land politisches Asyl beantragt. Diesem Ansinnen hatte sich der Ex-Staatschef immer strikt verweigert. Manuel Zelaya nannte nur die aktuelle Übereinkunft eine gute Geste von Porfirio Lobo, die der nationalen Versöhnung diene. Die Anzeichen verdichten sich, dass Manuel Zelaya zusammen mit Präsident Léonel Fernandez seine Heimat Honduras, nach der Amtseinführung des neuen Präsidenten verlassen wird.

Der neue Präsident von Honduras Porfirio Lobo sagte inzwischen, dass es in seinem Land niemand wegen seiner politischen Ideale oder sozialpolitischen Ideologie bestraft oder in Frage gestellt werden dürfe. Bis zum heutigen Tag gibt es nur wenige Länder, die den neuen Präsidenten von Honduras als rechtmäßigen Staatschef anerkennen. Porfirio Lobo hofft nun, mit seiner Geste der Versöhnung, die Beziehungen zu den Ländern zu verbessern, die seine Wahl noch nicht anerkannt haben – vor allem an der Aussöhnung mit Brasilien ist ihm gelegen.

Roberto Micheletti hat sich in der letzten Sitzung des Parlaments noch schnell zum Abgeordneten auf Lebenszeit wählen lassen. Damit will sich der umstrittene Politiker eine lebenslange Immunität sichern, die ihn vor Strafverfolgungen schützen soll. Micheletti ist sich keiner Schuld bewusst und es sei sehr schmerzhaft und traurig gewesen, mit welchen Anfeindungen von Personen und Institutionen er in den vergangenen Monaten leben musste. Die Festnahme Manuel Zelayas uns seine Abschiebung nach Costa Rica hab einzig und allein dazu gedient, die bedrohte Verfassung zu verteidigen.