Das Touristenzentrum der Perleninseln im Golf von Panama ist die Isla Contadora, auf dem es sogar einen kleinen Flugplatz mit einer holprigen Landepiste gibt. Die Insel ist fünf Quadratkilometer groß. Es gibt hier einige Restaurants und ein paar Hotels und mehrere Villen, die sich in Privatbesitz befinden. Touristen kommen vor allem zwischen Mai und Dezember auf die Insel – in diesen Monaten ist das Eiland grün, denn es regnet meistens in der Nacht eine Stunde lang.

Der Archipel im Golf von Panama besteht aus mehr als zweihundert Inseln. Auf den wenigsten davon wohnen Menschen. Die Einheimischen sind in der Regel die Nachkommen afrikanischer Sklaven, die hier vom Fischfang leben. Manche tauchen auch nach Perlen, die allerdings immer weniger werden. Die Touristen kaufen den Schmuck als Andenken an ihre Reise nach Panama.

Sehr gerne wird von den Touristen die Insel San José besucht, die sich weit im Süden des Archipels im Golf von Panama befindet. Hier gibt es 14 Cabañas, die jeden Komfort bieten. Sie wurden auf einer Felszunge, die ins Meer hineinragt, gebaut. Die Gäste können die rund 50 Sandstrände der Insel unter sich aufteilen. Wer den ganzen Archipel näher erkunden möchte, muss sich ein Boot mieten, wenn er nicht mit der eigenen Yacht angereist ist. Unvergessliche Augenblicke sind es, wenn neben dem Boot plötzlich Delphine oder Mantas aus dem Wasser springen.

Heute findet man auf den Perleninseln im Golf von Panama kaum noch Perlen. Zu den Zeiten der spanischen Eroberer muss es sie noch in Hülle und Fülle gegeben haben. Vasco Núñez de Balboa hatte als erster Europäer von den perlenreichen Inseln erfahren und nannte sie „Islas de las Perlas“. Da die indigene Bevölkerung schon nach wenigen Jahren ausgerottet war, musste afrikanischen Sklaven für die Spanier nach den wertvollen Perlen tauchen. Zentnerweise wurde der kostbare Schmuck nach Europa geschifft, wo er vor allem die Frauen des Adels mit seinem Glanz erfreute.