Die Sierra Nevada del Cocuy in Kolumbien ist eine der prächtigsten Gebirgsformationen in ganz Südamerika. Im Nationalpark befindet sich die größte Eisfläche nördlich des Äquators. Aber auch hier ist das Sterben der majestätischen Gletscher nicht aufzuhalten. Die Fläche des Nationalparks El Cocuy beträgt etwa 3.000 Quadratkilometer, die sich auf die Departements Boyacá, Arauca und Casanare verteilen.
Das Zentrum des Nationalparks bildet eine Kette von 19 Bergriesen, deren Gipfel immer von Schnee bedeckt sind, da die meisten von ihnen über 5.000 Meter hoch sind. Der höchste Berggipfel des Ritacuba Blanco ragt 5.330 Meter in die Höhe. Vor allem für Klettertouristen ist dieses Bergmassiv in Kolumbien das reinste Paradies. Hier gibt es noch Gipfel, die noch kein Bergsteiger bestiegen hat.
Die beste Reisezeit, um den Nationalpark El Cocuy in Kolumbien, zu erforschen, sind die Monate Dezember bis Februar. Zu dieser Jahreszeit herrscht meist klare Sicht und es ist trocken. Vom höchsten Berggipfel der Gebirgskette kann man dann, bei phantastischer Sicht, bis nach Venezuela blicken. Tagesaufflüge in den Park sind von drei Seiten aus möglich. Für geübte Bergwanderer bietet sich ein Rundweg an, der in etwa fünf Tagen bewältigt werden kann.
Die Serra Nevada in Kolumbien ist etwa 20 Kilometer lang und vier Kilometer breit. Touristen können das Gebiet entlang den Zwischentälern von Süd nach Nord oder in umgekehrter Richtung durchwandern. Entlang der Tour gibt es fast überall reichlich Trinkwasser und Zeltplätze zum Übernachten bei den Lagunen.
Wer lieber einen Tagesausflug machen möchte, sollte sich die Púlpito del Diabolo, den wohl ungewöhnlichsten Gipfel der Gebirgskette anschauen. Der gewaltige, schwarze Granitblock in Würfelform ragt 5.120 Meter in die Höhe. Seine Spitze ist von ewigem Schnee bedeckt. Der Weg dorthin führt durch das Tal des Langunillas, in dem vier tiefblaue Lagunen wie an einer Perlenkette aufgereiht sind. Geübte Wanderer und Bergsteiger werden vom Nationalpark El Cocuy in Kolumbien begeistert sein.