In Valdivia studieren viele Studenten an den verschiedensten Universitäten. Die angehenden Akademiker sorgen für ein pulsierendes Stadtleben. In der Metropole am Río Valdivia, gibt es am Flussufer viele Bars und Restaurants. Die Architektur der Stadt ist alt, die Einstellung der Bewohner modern. Gerade für deutsche Touristen dürfte die Stadt im Süden von Chile ein interessantes Reiseziel sein, den in den 1850iger und 1860iger Jahren ließen sich hier zahlreiche deutsche Siedler nieder.
Den deutschen Wurzeln der Stadt ist es zu verdanken, dass hier auch heute noch gerne Bier getrunken und Schokolade gegessen wird. Valdivia liegt rund 160 Kilometer südwestlich von Temuco und etwa 45 Kilometer westlich der Panamericana. Das Zentrum der Stadt im Süden von Chile bildet die Plaza de la República. Sehenswert ist auch der Fisch- und Gemüsemarkt am Flussufer. Dort sind die Seemöwen so zutraulich geworden, dass sie das Futter aus der Hand picken.
In einer Villa in der Nähe des Flusses befindet sich das sehr gut ausgestattete Museo Histórico y Arqueológico. Dort sind Artefakte der Mapuche und Haushaltsgegenstände der frühen deutschen Siedler ausgestellt. Der Eintritt kostet 1,25 Dollar. Ganz in der Nähe befindet sich das Museum für zeitgenössische Kunst. Der Besucher muss hier einen Obolus von einem Dollar entrichten. Es wurde auf den Fundamenten einer Brauerei errichtet, die 1960 bei einem Erdbeben einstürzte.
Wer nach einer swingenden Nach im Süden von Chile Erholung sucht, findet sie im schattigen Parque Saval. Hier gibt es außerdem einen Strand am Fluss und einen schönen Wanderweg zu einer Lagune, die mit Seerosen bewachsen ist. Valdivia ist das Zentrum der deutschen Kultur in Chile. Das Bier, das hier ausgeschenkt wird, ist eines der besten in ganz Südamerika. Bootsfahrten für die Besucher der Stadt starten am Puerto Fluvial. Sie dauern zwischen sechs und sieben Stunden und kosten rund 25 Dollar.