Die Stadt Cochabamba liegt im Südwesten von Bolivien und ist eine erfolgreiche Wirtschaftsmetropole. Vielleicht hängt der Erfolg damit zusammen, dass über der Stadt eine gewaltige Christusstatue thront. Im alten Stadtzentrum sind schöne Häuser aus der Kolonialzeit erhalten geblieben. Die rund 500.000 Einwohner erfreuen sich am tollen Wetter – meistens ist es hier warm, trocken und sonnig. Die Gäste der Stadt lieben vor allem die vielfältigen, idyllischen Märkte, die zu einem Einkaufsbummel einladen.
Da Cochabamba auch eine Stadt ist, in der viele Studenten leben, hat das lebendige und lebhafte Nachtleben einiges zu bieten. Wer in diese Region von Bolivien reist, sollte unbedingt auch einmal das traditionelle Maisbier probieren, das bei den Einheimischen sehr beliebt ist. Cochabamba wurde 1574 gegründet und stieg dank des fruchtbaren Bodens und des tollen Wetters, schnell zu einer der Kornkammern Boliviens auf.
Ein ganz besonderes Ereignis in der Nähe von Cochabamba ist die Fiesta de la Virgen de Urcupina, zu der Pilger aus ganz Bolivien sich in dem kleinen Dorf Quillacollo versammeln. Der Ort liegt nur Kilometer westlich von Cochabamba entfernt. Im Museo Arqueológico sind bolivianische Mumien und Kunstwerke ausgestellt. Die ältesten Ausstellungsstücke sind etwa 14.000 Jahre alt. Das Museum ist in drei Abteilungen gegliedert: Archäologie, Fossilien und Paläontologie. Der Eintritt kostet 1,90 Dollar.
Sehenswert ist auch der prächtige Palacio de Portales. Das Anwesen, das im französischen Stil erbaut wurde, liegt nördlich des Stadtzentrums. Für den Bau wurden sämtliche Materialien aus Europa eingeführt, mit Ausnahme der Ziegelsteine. Heute ist das Gebäude, das der Zinnbaron Simón Patiño – einer der reichsten Menschen seiner Zeit – bauen ließ, ein bedeutendes Kulturzentrum in Bolivien, in dem Kunstausstellungen und Konzerte stattfinden. Die Besichtigung des repräsentativen Palacio, in dem der Zinnbaron nie wirklich lebte, ist nur im Rahmen einer Führung möglich, die 1,35 Dollar kostet.