An den Wochenenden im Sommer tummeln sich tausende Urlauber am Strand von Mar del Plata im knietiefen Wasser. In den anderen Monaten des Jahres und an den Tagen unter der Woche ist es wesentlich ruhiger. Dann werden auch die Übernachtungen billiger und in der Stadt verbreitet sich eine entspannte Atmosphäre. Der beliebteste Badeort in Argentinien liegt etwa 400 Kilometer südlich von Buenos Aires.

Mar del Plata wurde 1874 gegründet und entwickelte sich aus einem ehemaligen Handels- und Industriezentrum zu einem Ferienort für reiche Gäste. Heute baden hier vorwiegend Urlauber aus der argentinischen Mittelschicht. Trotz einiger Bausünden haben sind einige schöne alte Viertel mit guter Bausubstanz erhalten geblieben. Neben dem attraktiven Strand hat Mar del Plata einige interessante Museen zu bieten. Von der Nachtleben der Stadt wird behauptet, das es mit dem von Buenos Aires, der Hauptstadt von Argentinien, durchaus mithalten kann.

Vom Hafen, der südlich von Mar del Plata angelegt wurde, hat man einen ausgezeichneten Blick auf eine große Seemöwenkolonie. Der Flughafen befindet sich neun Kilometer außerhalb der Stadt in nordwestlicher Richtung. Die Taxifahrt nach Mar del Plata kostet etwa fünf Dollar. Ein touristisches Highlight ist das Museo del Mar, in dem sich das größte Muschelmuseum von Argentinien, wenn nicht der ganzen Welt, befindet. Hier gibt es außerdem ein kleines Gezeitenbecken und ein Aquarium. Der Eintritt kostet zwei Dollar.

Wer gerne Bier trinkt, sollte auf jeden Fall die Kleinbrauerei Antares besuchen, die sieben eigene Biersorten braut. Am stärksten ist das Barley-Bier, mit einem Alkoholgehalt von zehn Prozent. Zum Essen gibt es Gerichte mit deutscher Tradition sowie Eintöpfe mit Fleisch und Bier. Am Montag und am Donnerstag spielen in der Brauerei argentinische Livebands. Am Wochenende geht es in den Bars, Clubs und Diskotheken, die sich in der Nähe der Playa Grande angesiedelt hoch her.