Trujillo, die bedeutendste Stadt im Norden von Peru, wurde 1534 von Francisco Pizarro gegründet. Die Metropole, in der rund eine dreiviertel Million Menschen leben, liegt 560 Kilometer von Lima, der Hauptstadt des südamerikanischen Landes, entfernt. Der Eroberer hielt diesen Ort in der Wüste für so herausragend, dass er ihm den Namen seines Geburtsortes in Spanien gab. Noch heute sehen die Kolonialstraßen in Trujillo so aus, als hätten sich seit Pizarros Zeiten kaum verändert.
Viele Touristen nutzen die Stadt aus Ausgangspunkt für Ausflüge zu den nahe gelegenen Moche-Pyramiden, die vor etwa 1.500 Jahren errichtet wurden. Auch die alte Hauptstadt der Chimú, die in Lehmziegelbauweise errichtet wurde, ist nicht weit von Trujillo entfernt. Wer sich nicht so sehr für die einzigartige Kultur Perus interessiert, kann sich im nahen Stranddorf von Huanchaco bei einem Sonnenbad entspannen.
In Trujillo selbst ist vor allem die Kathedrale aus dem 18. Jahrhundert sehenswert. Gleich daneben befindet sich der prächtige erzbischöfliche Palast. Außerdem gibt es in der Stadt viele weitere, gut erhaltene Kirchen aus der Zeit der Kolonisation. Die zahlreichen Villen sind in Pastelltönen gestrichen, die typisch für das Stadtbild von Trujillo sind. Im Museo Cassinelli ist eine der besten archäologischen Sammlungen ganz Perus untergebracht. Der Eintritt kostet 2,10 Dollar.
Zehn Kilometer südöstlich von Trujillo befindet sich die Huaca del Sol, das größte präkolumbische Bauwerk in Peru. 140 Millionen Adobeziegel wurde benötigt, um den Tempel zu errichten. Ursprünglich bestand die Pyramide aus mehreren Ebenen, die durch steile Treppen und Rampen miteinander verbunden waren. Das Gefälle betrug 77 Prozent.
Heute schaut das einst prächtige Bauwerk eher wie ein riesiger Sandhügel aus, dessen Dimensionen aber bei den Besuchern noch immer einen bleibenden Eindruck hinterlassen. In der kleineren Huaca de la Luna gibt es viele Räume, die mit Keramiken, Edelmetallen und polychromen Fliesen geschmückt sind. Der Brauch der Moche, neue Tempel auf einem alten zu errichten, hat zu ihrer Erhaltung beigetragen.