Als der Geologe und Botaniker Theodor Wolf, der von 1841 bis 1924 lebte, die Provinzhauptstadt Loja in Ecuador besuchte, war er von den lila blühenden Arupo-Bäumen so begeistert, dass der den Ort den „Botanischen Garten Ecuadors“ nannte. Die Stadt, in der rund 150.000 Einwohner leben, liegt ähnlich wie die Hauptstadt Quito eingebettet in einem Hochtal. Das milde Klima ist für die relaxte Lebensart der Einheimischen verantwortlich.

Touristen benutzen Loja sehr gerne als Ausgangspunkt, um die vielfältigen Naturschönheiten im südlichen Ecuador zu erforschen. Empfehlenswert sind die Birdwatcher-Expeditionen des Ornithologen Pablo Andrade, der seine Gäste in englischer Sprache die Vogelwelt im Podocarpus-Nationalpark sowie in den Tundo- und Tumbesia-Reservaten erklärt.

Ein Besuchermagnet von Loja ist das Museo de la Historia y la Cultura Lojanas. Die Zweigstelle der landesweiten Museenkette der Banco Central ist in einem prächtigen Kolonialgebäude untergebracht und zeigt sowohl Wechselausstellungen als auch eine Dauerausstellung, die von der Archäologie aus präkolumbischer Zeit Ecuadors bis hin zur Malerei der Moderne reicht. Das Museum liegt direkt am Parque Central.

Ebenso sehenswert ist die Kathedrale La Catédral und die Kapelle El Rosario de Santo Domingo. Ein besonderer Schatz der religiösen Kolonialarchitektur Ecuadors ist das Kloster Monasterio de las Madres Conceptas, dessen Besichtigung allerdings nur mit der persönlichen Erlaubnis des Bischofs möglich ist.

Die Provinzhauptstadt Loja wird von drei besonders schönen Plätzen geprägt. An erster Stelle ist der von kolonialen Portalen und Holzbalustraden umringte Plaza de San Sebastián. An zweiter Stelle kommt die Plaza Central, auf dem Palmen und Araukarien wachsen. Nicht weniger attraktiv ist die Plaza de Santo Domingo mit ihren gleichnamigen Kirchen aus der Kolonialzeit.

Wer Pflanzen liebt, muss den Botanischen Garten Reinaldo Espinosa besuchen. Es gibt hier sechs Pflanzengruppen – bis zu zwanzig Jahre alte Bonsais, Kakteen, Bäume an denen Oliven oder Mandarinen hängen, Cultivos Andinos wie Kohl, weiße Möhren oder Salat, Medizin- und Zierpflanzen sowie Cascarilla. Der Eintritt kostet einen Dollar.