Gerade ist die 3. vollständig überarbeitete Ausgabe des Reiseführers über Peru und Westbolivien von Frank Herrmann im DuMont Reiseverlag erschienen. Gleich auf den ersten Seiten beschreibt der Autor, der viele Jahre in Lateinamerika gelebt hat die touristischen Highlight Perus und Westboliviens. Dazu zählt er beispielsweise eine spektakuläre Zugfahrt von Lima nach Huancayo – von der Küste in die Anden.
Zu den Höhepunkten einer Reise nach Peru zählt auch eine Wanderung auf dem Inkatrail nach Machupicchu, zur meistbesuchten Ruinenstätten des Andenlandes. Wer sich eher für die Tier und Pflanzenwelt des Landes interessiert, wird ganz bestimmt eine Expedition zum Nationalpark Manu unternehmen, der zu den artenreichsten Naturschutzgebieten der Welt zählt.
Bei Bergsteigern sehr beliebt ist die Cordillera Blanca, eine vielseitige Berglandschaft, die zum Wandern, Klettern und Bergsteigen einlädt. Wer nach Westbolivien reist, sollte laut Frank Herrmann unbedingt die Isla del Sol, die mystische Sonneninsel besuchen und bei den Einheimischen übernachten. Eine faszinierende Reise in die Vergangenheit ist der Besuch der bekanntesten Ruinenstätte Boliviens, Tiwanaku.
Den besonderen Kick bietet eine Abfahrt mit dem Mountainbike auf der gefährlichsten Straße der Welt, die von La Paz nach Coroico führt. Der Lateinamerikakenner hat den Reiseführer in Südperu, Zentralperu, Nordperu und Westbolivien unterteilt. Am Anfang des Buches finden sich wie fast in jedem Travelguide die Reisetipps von A bis Z und ein Abschnitt über Land und Leute.
Lima, der Hauptstadt von Peru, hat Frank Herrmann 39 Seiten gewidmet. Er rechtfertigt dies, da die größte Stadt Perus wesentlich mehr zu bieten hat als es auf den ersten Blick scheint und keine graue, triste Metropole ist, wie viele Touristen meinen. Es gibt in der Metropole, in der rund acht Millionen Menschen leben, ausgezeichnete Museen, hervorragende Restaurants, ein architektonisch interessantes Zentrum und die besten Einkaufsmöglichkeiten im Andenstaat.
Zu den Highlights einer Perureise zählt der Autor selbstverständlich auch einen Besuch von Cusco. Die Sehenswürdigkeiten der Stadt und seiner Umgebung können nur noch in wenigen Fällen mit einer Einzeleintrittskarte besucht werden. In der Regel benötigt der Reisende ein Boleto Turístico, das für 16 Museen und Ruinenstätten gültig ist.
Frank Herrmann rät Bolivienreisenden, die in die Hauptstadt La Paz kommen, von dort unbedingt nach Tiwanaku zu fahren, den wichtigsten bolivianischen Ausgrabungsstätten. Die Ruinen, die zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurden, sind die stummen Zeugen einer hoch entwickelten Kultur, die rund 3.000 Jahre in die Vergangenheit zurückreicht.
Der ausgezeichnete Reiseführer über Peru und Bolivien, der auch die Idee des fairen und grünen Reisen vermittelt, ist in der Reihe „Stefan Loose Travel Handbücher“ erschienen und kostet 24,95 Euro.