Durch ihre breiten Prachtstraßen und weitläufige Plazas zählt die Stadt Mendoza, im Zentrum des Landes gelegen, zu den malerischsten und verführerischten Städten Argentiniens. Ein beliebtes Reiseziel ist Mendoza vor allem für Weinliebhaber. In der Region befinden sich viele der besten Weinberge des südamerikanischen Landes – 70 Prozent aller argentinischen Weine stammen von hier. Fast alle hier ansässigen Weingüter bieten Weinverkostungen an.

So ist es kein Wunder, dass in Mendoza immer im März des Jahres ein Weinlesefestival, die Fiesta Nacional de la Vendimia, stattfindet. Wer dieses Fest besuchen will, sollte sich rechtzeitig eine Unterkunft besorgen, denn die Zimmer in Mendoza sind zu dieser Zeit regelmäßig ausgebucht. Doch Mendoza ist nicht nur die Stadt des Weines, sondern auch beliebter Treffpunkt für Outdoor-Sportler. Der Argentinienreisende kann hier Bergsteigen, Radtouren unternehmen oder das Abenteuer des Wildwasser-Raftings genießen.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt unter anderem das Museo Fundacional, in dem sich Modelle des alten Mendoza, das 1861 von einem Erdbeben zerstört worden war, und es neuen Mendoza, nach dem Wiederaufbau, befinden. In dem Museum ist auch ein Gemälde von 1893 ausgestellt, auf dem die Hierarchie der damaligen Zeit in Argentinien dargestellt ist: an der Spitze der sozialen Pyramide stehen die Spanier, die Mulatten und die Indios stehen ganz unten. Der Eintritt kostet 1,50 Dollar.

Wer sich entspannen möchte, kann im 240 Hektar großen bewaldeten Parque General San Martín spazieren gehen. Zu der riesigen Grünfläche gehören unter anderen der Cerro de la Gloria, verschiedene Museen und ein See. Die Buslinie 110 bringt die Besucher vom Plaza Independencia mit dem Naherholungsgebiet.

Von Donnerstag bis Samstag findet in Mendoza auf dem Platz der Unabhängigkeit ein Markt statt, auf dem argentinische Handwerkskunst verkauft wird. Am Wochenende findet auf der Plaza Pellegrini ein Flohmarkt statt, auf dem auch Musik gespielt wird und getanzt werden darf.