Der Nationaltrainer der Fußballmannschaft Argentiniens hat die Namen der 23 Spieler verlesen, die er zur Fußballweltmeisterschaft nach Südafrika mitnehmen will. Seine herausragenden Akteure spielen im Sturm. Überragt werden aber alle von dem wohl zurzeit besten Spieler der Welt, Lionel Messi, der in der abgelaufenen Saison 34 Tore für den FC Barcelona in der spanischen Liga erzielte.

Neben dem argentinischen Superstar spielen im Sturm Gonzalo Higuain, der für Real Madrid 27 Mal das Tor traf und Diego Milito, der die entscheidenden zwei Tore für Inter Mailand im Champions League Finale gegen Bayern München erzielte und in der italienischen Liga 22 Tore erzielte. Außerdem sollen folgende Stürmer für argentinische Tore bei der Fußballweltmeisterschaft sorgen: Carlos Teves, 22facher Torschütze für Manchester United, Sergio Agüero, der zwölf Tore für Atletico Madrid schoss. Als Joker ist Martin Palermo von den Boca Juniors vorgesehen.

Bei der Besetzung des Mittelfelds und der Abwehr kann Argentiniens Nationaltrainer Diego Maradona nicht aus dem Vollen schöpfen. Im Tor dürfte Sergio Romero vom AZ Alkmaar gesetzt sein. Von den Namen her gesehen, kann die Abwehr durchaus international mithalten. Es werden spielen Martin Demichelis von Bayern München, Walter Samuel von Inter Mailand, Nicolas Burdisso ebenfalls von Inter Mailand und Gabriel Heinze von Olympique Marseille. Doch jeder von ihnen ist immer wieder für einen kapitalen Abwehrschnitzer gut.

Um den Spielaufbau im Mittelfeld der Argentinier sollen sich der Kapitän Javier Mascherano und Juan Sebastian Veron kümmern. Das klappte allerdings schon in den Qualifikationsspielen zur Fußball-WM nicht besonders gut. Obwohl Diego Maradona über 100 Spieler in der Nationalmannschaft ausprobierte, waren die Auftritte des Teams meist nur durchwachsen.

Vor der Weltmeisterschaft wirkt Argentiniens Nationaltrainer oft ideenlos und gereizt. Einer seiner Kritiker ist Angel Cappa, der lange Jahre an der Seite von Cesar Luis Menotti als Co-Trainer arbeitete: „Maradona müsste endlich einen Plan haben, wie er spielen möchte. Aber ehrlich gesagt, ich weiß das nicht so genau. Man muss sich da schon einige Sorgen machen.“ Doch Diego Maradona schert sich nicht um die Kritik an seinem Spielsystem und erwidert: „Wir wollen eine gute WM spielen. Das bedeutet, wir wollen Weltmeister werden.“