Knapp 40 Kilometer im Norden von Alajuela liegt der Nationalpark Parque Nacional Volcán Poás, das Naturschutzgebiet, das die meisten Touristen in Costa Rica anzieht. Das absolute Highlight des Parks ist ein Vulkan, den die Besucher nicht besteigen müssen, um in dessen grausigen Schlund zu blicken. Vom Besucherzentrum des Parque Nacional Volcán Poás führt eine geteerte Straße direkt zum Krateraussichtspunkt.

Der Vulkan Poás ist 2.704 Meter hoch und 1953 zum letzten Mal ausgebrochen. Der Krater des Vulkans hat einen Durchmesser von 1,3 Kilometern und eine Tiefe von 300 Metern. Der Poás zählt noch immer zu den aktiven Vulkanen und kann jeder Zeit wieder ausbrechen. Seit 15 Jahren musste der Park nicht mehr geschlossen werden. Manchmal können Costa Rica-Reisende den Vulkan nicht sehen, da ihn fast täglich ab zehn Uhr dichte Wolkenschleier einhüllen. Wer den blubbernden und dampfenden Vulkan aus der Nähe betrachten will, sollte möglichst früh vor Ort sein.

Besonders beeindruckt sind die Besucher des Parque Nacional Volcán Poás, wenn der Vulkan schwefelhaltigen Schlamm und kochendes Wasser Hunderte von Metern in die Luft schleudert. Von den Touristen, die nach Costa Rica reisen, besuchen rund eine Viertelmillion Menschen den Parque Nacional Volcán Poás. Der Eintritt kostet 7 Dollar. Im Besucherzentrum gibt es ein Café und einen Souvenirladen. Außerdem werden dort Videos über den Nationalpark gezeigt.

Wer auf dem Kraterrand steht, kann sich zwischen zwei Wegen entscheiden. Nach rechts führt der Sendero Botos auf eine Rundstrecke, die geübte Wanderer in einer halben Stunde schaffen. Der Pfad führt durch einen Krüppelwald, dessen Baumstämme von Bromelien, Moosen und Flechten übersät sind. Vor allem Vogelliebhaber kommen bei einem solchen Spaziergang voll auf ihre Kosten. Eine Besonderheit in Costa Rica ist der Feuerkehl-Kolibri, der auch Prachtweibchenkolibri genannt wird und der nur hier im Hochgebirge lebt.

Nach links führt der Sendero Escalonia. Auch hier lassen sich Vogelarten beobachten, die für das Hochland von Costa Rica typisch sind. Zum Beispiel Russdrosseln, Schleiereulen, Schwarzbauchguane und Quetzale. Die Säugetiere, die hier leben, wie Kojoten oder Bergeichhörnchen, sind scheu und selten zu sehen.