In der Kolonialzeit hieß Heredia „la Ciudad de las Flores“, die Stadt der Blumen. Hier wohnten spanische Adlige, die durch die Ausfuhr von Kaffee reich geworden waren. Noch heute sind in der Stadt die ursprüngliche Eleganz und der koloniale Charme dieser Zeit zu spüren. Von der Hauptstadt Costa Ricas, San José, sind es nur elf Kilometer nach Heredia. Heute leben in der Stadt rund 35.000 Menschen, die sich im vergangen Jahrzehnt zum Hightech-Mittelpunkt von Costa Rica entwickelt hat.
Touristen lieben in Heredia vor allem das historische Stadtzentrum mit seinem idyllischen Hauptplatz mit der Kathedrale, das zu den schönsten in ganz Costa Rica zählt. Viele Besucher des Landes starten von hier aus auch ihre Touren zu den Sehenswürdigkeiten der Provinz. Ein lohnendes Ziel ist zum Beispiel die Hauptverwaltung des berühmtesten Kaffeerösters in Costa Rica, Café Britt Finca. Zudem ist die Region die Heimat des größten zusammenhängenden Regenwaldes in Costa Rica, die sich im Parque Nacional Braulio Carrillo befindet.
Die Gründung der Stadt Heredia geht auf das Jahr 1706 zurück. Rund um den Parque Central befinden sich Bauten aus der Kolonialzeit, in der die Spanier über Costa Rica herrschten. Im Osten des Parks ragt die Kathedrale Iglesia de la Imaculada Concepción in den Himmel empor, die 1797 errichtet wurde. Das offizielle Wahrzeichen der Stadt ist der 1867 erbaute Wachturm El Fortin, der von der spanischen Festungsanlage erhalten geblieben ist.
Im Nordosten des Parks liegt die Casa de la Cultura. Von 1913 bis 1917 war das Haus die Residenz des Präsidenten von Costa Rica, Alfredo González Flores. Eine Dauerausstellung ist der Geschichte der Stadt und des Landes gewidmet. Außerdem finden hier Sonderausstellungen und kulturelle Veranstaltungen statt. Der Eintritt in das Kulturhaus ist frei.
Wer sich für die Tierwelt von Costa Rica interessiert, sollte auf jeden Fall das Museo Zoomarino besuchen. Rund 2.000 Ausstellungsstücke gegen einen umfassenden Überblick über die artenreiche Tierwelt, an und vor den Küsten des Landes. Auch hier ist der Eintritt frei. Das Museum befindet sich rund einen Kilometer westlich vom Campus der Universidad Nacional entfernt.