Von  Lima, der Hauptstadt Perus, bieten einige Veranstalter Kurztrips in die Umgebung von Lima an. So zum Beispiel eine ein bis zwei Tagestour nach San Pedro de Casta und Markawasi. Allein schon die Fahrt über Straße voller Serpentinen in das in majestätischer Höhe von 3.280 Metern gelegenen Bergdorf San Pedro de Casta ist ein unvergessliches Erlebnis. Auf einer Strecke von nur 40 Kilometern muss das Auto etwa 2.500 Höhenmeter überwinden.

In dem peruanische Bergdorf San Pedro de Casta ist überhaupt nichts mehr von der Hektik in Lima zu spüren. Hier schreitet die Zeit scheinbar noch langsamer voran. Die Bergbauern kümmern sich um ihre Felder, passen auf ihr Vieh auf und sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Nur einmal im Jahr passiert etwas Einmaliges. Immer am 28. Juni, wenn das Dorf das Patronatsfest feiert, strömen die Besuchermassen aus Lima nach San Pedro de Casta.

Dann wird hier ausgelassen mit viel Alkohol gefeiert – mehrere peruanische Musikgruppen heizen dem Publikum ein. Der Schutzpatron San Pedro wird durch die Straßen von San Pedro de Casta getragen. Ein Highlight des ausgelassenen Fests ist ein Stierkampf mit echten Toreros. Vom Hauptplatz aus, kann der Besucher des Dorfes ein Kreuz entdecken, dass auf dem Berg oberhalb von San Pedro de Casta aufgestellt wurde. Direkt hinter dem religiösen Symbol befindet sich in etwa 4.000 Meter Höhe ein Hochplateau, das sich über vier Quadratkilometer erstreckt.

Wer über einen der mehreren Wege zum Hochplateau aufsteigt, findet dort die Steinreste der Ruinenanlage Markawasi. Touristen die aus der Hauptstadt von Peru anreisen, sollten sich eine in San Pedro de Casta übernachten, um sich an die Höhenlage zu gewöhnen. Am Hauptplatz gibt es ein sehr einfaches Hostel mit einem Gemeinschaftsbad. Das Hochplateau lässt sich am anschießenden Tag bei einer Rundwanderung gut erforschen. Der fantastische Sternenhimmel in dieser Region veranlasst viele Touristen dazu, die eine oder andere Nacht im Freien zu verbringen.