Im vergangen Jahr ist schon die 8. Auflage des Reiseführers „Venezuela – Handbuch für individuelles Entdecken“ von Volker Alsen im Reise Know-how Verlag Peter Rump erschienen. Der Reiseführer kostet 23,50 Euro und beschreibt ein südamerikanisches Land, das so abwechslungsreich wie ein ganzer Kontinent ist. Ein besonderes Anliegen des Autors Volker Alsen ist es, dass Venezuelareisende die Ureinwohner, die Indianer, die echten Venezolaner zu verstehen und zu respektieren lernen.

Vor allem für Naturliebhaber hat Venezuela eine Vielzahl weltweit einzigartiger Naturwunder zu bieten. Zum Beispiel die Gran Sabana mit ihren Tafelbergen, in denen die Götter wohnen und wo sich der höchste Wasserfall der Welt in die Tiefe stürzt. Die Llanos, in der viele Tierarten ihre Heimat gefunden haben, die schneebedeckten Gletscher der Anden sowie den größten Asphaltsee der Welt. Außerdem gibt es in Venezuela die gigantischste Tropfsteinhöhe des Kontinents und rund 2.500 Kilometer Karibikküste mit Traumstränden. Ein Land der Superlative.

Laut Volker Alsen kann der Aufenthalt in Venezuela nur gelingen, wenn man seine Menschen ernst nimmt. Denn die Venezolaner sind stolze Gastgeber, die von ihren Gästen erwarten, dass sie die Tradition und die Bräuche des Landes respektieren. Die touristische Infrastruktur lässt vor allem in etwas abgelegenen Gebieten noch sehr zu wünschen übrig. Der Tourismus in Venezuela steckt noch immer den Kinderschuhen. Individualreisen in Venezuela sind allerdings kein Problem, da der öffentliche Verkehr im Land gut funktioniert.

Wer eine Rundreise durch Venezuela machen möchte und die meisten touristischen Highlights des Landes erleben möchte, muss sich mindestens einen Monat Urlaub nehmen. Die meisten Venezuelareisenden landen auf dem Flughafen in der Hauptstadt Caracas. Der Autor rät den Urlaubern, die Metropole eher zu meiden, da sie für Touristen mehr Ärgernisse als Freuden bereithält. Es ist eine lohnende Alternative, beispielsweise gleich einen Anschlussflug an die Strände der Ostküste zu buchen.

Von der Paria-Halbinsel lassen sich Ausflüge in den Dschungel buchen oder ein Besuch der Guácharo-Höhle, der größten Tropfsteinhöhle des Kontinents. Dazu bieten Traumstrände und der Mochima-Nationalpark unvergessliche Naturerlebnisse auf engstem Raum. Ganz im Osten von Venezuela liegt das Orinoco-Delta, ein noch weitgehend intaktes Ökosystem. In seinem Delta zweigen vom Orinoco bis zu 300 Seitenarme ab, die die Flusslandschaft jeden Tag verändern.

Südlich des Orinocos breitet sich ein weiteres Naturwunder Venezuelas aus, die einzigartigen Tafelberge. Man kann das Gebirge entweder über eine Trekkingtour erkunden oder nach Canaima fliegen, um sich von dort aus einer Expedition zum höchsten Wasserfall der Erde, den Salto Angel, anzuschließen.

Dem detailreichen und hervorragend geschriebenen  Reiseführer merkt man an, dass der Autor Volker Alsen schon seit bald 20 Jahren in seiner Wahlheimat Venezuela lebt. Immer wieder hat er das ganze Land auf der Suche nach dem Ungekannten und der Herausforderung bereist. Die Leser profitieren ungemein von seinem gewaltigen Erfahrungsschatz.