Die Stadt San Cristóbal, in der heute knappe eine halbe Million Einwohner leben, wurde 1561 von Juan de Maldonado gegründet. Sie zählt inzwischen zu den quirligsten Städten der Anden. In der Region rund um San Cristóbal werden viel Gemüse, Kaffee und Früchte angebaut. Außerdem gibt es hier Rinderzüchter, die riesige Herden besitzen. 1878 wurde in der Hacienda Alquitrana das erste Rohölfeld in Venezuela erschlossen. San Cristóbal liegt auf einer Meereshöhe von 860 Metern, wodurch in der Stadt angenehme Temperaturen herrschen.

Die malerische Stadt San Cristóbal liegt im Tal des Río Torbes, in den südlichen Anden von Venezuela. Der Grenzübergang nach Kolumbien bei San Antonio ist nur knapp vierzig Kilometer entfernt. Die Innenstadt ist schachbrettartig angelegt. Der Hauptplatz von San Cristóbal ist der Plaza Bolívar. Das gastronomische und kulturelle Zentrum befindet sich im Barrio Obrero. Eine der größten Sehenswürdigkeiten der Stadt liegt vor ihren Toren – das Monumento Jusucristo, Jesus Christus mit offen Armen.

Der Platz, an dem sich das Monument befindet, ist ein herrlicher Aussichtspunkt auf Teile von San Cristóbal und den Ort Capacho. Von San Cristóbal aus, ist er am besten mit dem Taxi zu erreichen. Wer sich für die Geschichte von Venezuela interessiert, sollte sich auf jeden Fall das Museo General Cipriano Castro ansehen, das Cipriano Castro gewidmet ist, der von 1899 bis 1908 Präsident von Venezuela war. Im Museum sind viele Gegenstände und Dokumente ausgestellt, die zu seinem persönlichen Besitz gehörten.

Ebenso interessant ist das Museum von Táchira. Zu den Glanzstücken der Ausstellung zählen uralte Fossilien, die bis zu zwei Millionen Jahre alt sein sollen. In zehn Sälen kann sich der Besucher über die Geschichte und die Ethnologie des Bundeslandes Táchira informieren. Hier wird die Vergangenheit der Indianerstämme Venezuelas aufgearbeitet und die Kultur- und Musikgeschichte des Landes dokumentiert. Zum Museum gehört außerdem eine ausgezeichnete Bibliothek und ein Kunsthandwerksatelier, in dem Steingutware entsteht. Der Eintritt ist frei.