Die Küsten im Osten von Venezuela dehnen sich bis zur Halbinsel Paria aus. Die Landschaft ist in dieser Region sehr interessant und vielfältig. Die Vegetation ist tropisch. In den Bergen und Hügeln des Hinterlandes fällt sehr viel Regen. Dennoch scheuen die Touristen nicht, die Gipfel zu erklimmen, da die traumhafte Ausblicke auf die Küste mit ihren Buchen und das Meer für die Mühen des Aufstiegs reichlich entlohnen. Die Strände im Bundesland Sucre gehören zu den Schönsten in ganz Venezuela.

Die touristische Infrastruktur im Nordosten von Venezuela ist gut. Das Landesinnere als auch die Küstenbereiche sind gut erschlossen. Das Straßennetz ist gut ausgebaut und befindet sich in einer relativ guten Verfassung. Eine wirtschaftliche Schlüsselrolle für die Region spielen die beiden Städte Barcelona und Puerto La Cruz, die in den vergangen Jahren praktisch zu einer Großstadt mit rund 700.000 Einwohnern zusammengewachsen sind. Ursprünglich war Barcelona eine idyllische Kolonialstadt und Puerto La Cruz ein ruhiger Fischerhafen.

Im ältesten Gebäude von Barcelona, das sich am Plaza Boyacá befindet, ist das Museo de Anzoátegui untergebracht. In dem Museum sind Gerätschaften der Ureinwohner, alte Stadtpläne und historische Dokumente ausgestellt. Rund um die Plaza Boyacá sind einige der kleinen Gassen zu Fußgängerzonen erklärt worden, in denen man herrlich bummeln, einkaufen und in die Straßencafés einkehren kann. Im Theater Juan Manuel Cajigal finden in Barcelona regelmäßig internationale Festivals statt.

Das touristische Highlight von Puerto La Cruz ist der Paseo Colón, die direkt am Meer gelegene Flaniermeile der Stadt, die von Hotels, Geschäften, Restaurants und Nachtclubs gesäumt ist. Viele Straßenhändler bieten hier den Einheimischen und den Touristen ihre Waren an. Wer möchte, kann hier auch ein elektrisches Auto für seinen Nachwuchs mieten. Die Einheimischen kommen besonders gerne am Abend nach der Arbeit hierher und feiern manchmal bis tief in die Nacht. Immer am 8. September startet am Paseo Colón eine Prozession, bei dem eine Statue der Heiligen Jungfrau auf Meer hinausgefahren wird.