Kenner von Costa Rica behaupten, dass Heliconia Island, die „Insel der Gelassenheit“, mit Sicherheit das schönste Landschaftsparadies des Landes ist. Der Garten ist ein Geniestreich der Landschaftsarchitektur. Die Anlage wurde 1992 vom Amerikaner Tim Ryan, einem ehemaligen Professor für Kunst und Design gegründet. Heute gehört der zwei Hektar große Landschaftspark einem holländischen Ehepaar. Der Garten ist die Heimat von über 80 Helikonienarten und vielen anderen tropischen Pflanzen. Außerdem leben auf dem Gelände über 220 Vogelarten, darunter viele Kolibris, die als einzige die Helikonien bestäuben können.

Wer durch Costa Rica reist, sollte Heliconia Island auf jeden Fall besuchen. In dem schönsten Landschaftsgarten des Landes leben außerdem noch einige Brüllaffen, Flussottern und Hunde. Die beiden Holländer führen ihre Gäste persönlich durch den Park und zeigen ihnen dabei unter anderen so seltene Gewächse wie den „Baum der Reisenden“ (Ravenala madagascariensis oder einen einzigartigen Blütenbaum, den Phenakospermum guyannense,  dessen ursprüngliche Heimat Guyana ist. Wer den Landschaftsgarten selbst erforschen möchte bezahlt 10 Dollar Eintritt, geführte Touren kosten 15 Dollar.

Touristen, die in Heliconia Island übernachten, müssen keinen Eintritt bezahlen, um sich das Naturwunder anzuschauen. Ein Doppelzimmer kostet 70 Dollar, inklusive Frühstück. Wünscht der Gast eine Klimaanlage im Zimmer, muss er zehn Dollar mehr bezahlen. Übernachtet wird in exzellent gepflegten Stelzenhütten, die Steinfußböden, luftige Balkone und Duschen mit warmem Wasser bieten. Die „Insel der Gelassenheit“ liegt rund fünf Kilometer nördlich von Horquetas.

Wer in Costa Rica einen ganz ruhigen Urlaub verbringen möchte, sollte das private Schutzgebiet Rara Avis besuchen, einen tropischen Regenwald mit einer Fläche von 1.335 Hektar. Um an ihr Ziel zu gelangen, müssen die Touristen drei Stunden lang mit einem Traktor über einen steilen Berg hinauffahren. Abgelegener und ruhiger geht es kaum. Der Park ist ein Paradies für Vogelfreunde. Über 350 Arten wurden hier schon gesichtet. Besonders beliebt bei den Gästen ist der La Catarata, ein 55 Meter hoher Wasserfall, der eindrucksvoll durch den Regenwald herunterrauscht.