In den erstarkenden Staaten Lateinamerikas liegen die Wachstumsraten zwischen vier und sechs Prozent, die Währungen sind in den meisten Fällen stabil, die Mittelschicht ist hungrig nach Konsum und die Staatsverschuldung beträgt durchschnittlich etwa 20 Prozent des Bruttoinlandproduktes. Von solchen paradiesischen Zuständen können fast alle Länder in Europa nur träumen. Der Aufschwung in Lateinamerika dauert nun schon circa eine Dekade an, das Selbstbewusstsein in der früheren Krisenregion ist dadurch enorm gestiegen. Viele lateinamerikanische Politiker haben inzwischen einen Satz total verinnerlicht: „Wir sind nicht mehr das Problem, sondern Teil der Lösung.“ Den Rest des Eintrags lesen. »
Archiv der Kategorie Bolivien
Die meisten Ureinwohner wählten Evo Morales, als dieser im Jahr 2006 zum ersten indigenen Präsidenten Boliviens gekürt wurde. Sein Banner war damals die „Whipala“, die bunte Fahne der indianischen Bevölkerungsmehrheit. Der Präsident von Bolivien entstammt der Volksgruppe der Aymara. Mit seiner Partei „Bewegung zum Sozialismus“ (MAS) veränderte er das südamerikanische Land. Bolivien bekam eine neue Staatsverfassung, die den Indios ebenbürtige Rechte einräumt und neben Spanisch noch 36 weitere Sprachen der Ureinwohner anerkennt. Die neuen Gesetze schützen auch Pachamama, die Mutter Erde. Evo Morales pflegte alle Ethnien seines Landes wie kein Staatschef vor ihm. Dennoch hat er jetzt riesigen Ärger mit seiner indigenen Basis. Den Rest des Eintrags lesen. »
Die Ökolodge Tomarapi befindet sich im Sajama-Nationalpark, am Fuß des kegelförmigen Vulkans Nevado Sajama, der 6.542 Meter in den Himmel ragt und damit der höchste Berg Boliviens ist. Inzwischen stehen rund 20 Prozent der Landfläche des südamerikanischen Landes unter Naturschutz. Insgesamt gibt es in Bolivien 22 Naturschutzgebiete. Der Nationalpark Sajama wurde schon 1939 ins Leben gerufen und ist damit die älteste Área Protegida des Landes. Zwischen dem Vulkan Sajama, der dem Naturschutzgebiet seinen Namen gab und den anderen Vulkanen der Region breiten sich Hochebenen aus, auf denen Quenua-Wälder und Grassteppen wachsen. Den Rest des Eintrags lesen. »
In Bolivien gibt es die so genannte Straße des Todes, „El Camino de al Muerte“, die jahrzehntelang die einzige Verbindungsstrecke zwischen La Paz und dem Ort Coroico war. Schon seit langer Zeit geht ihr der Ruf voraus, die gefährlichste Piste der Welt zu sein. Hunderte Autofahrer kamen auf ihr schon ums Leben. Es gibt Menschen, die bezeichnen die 40 Kilometer lange Strecke als „Weg zur Hölle“. Die Straße gleicht einem holprigen schmalen Feldweg, der sich an den Bergketten der Cordillera Real entlang schlängelt. Den Rest des Eintrags lesen. »
Der Bildband „Südamerika“ von den Fotografen Christan Heeb und Karl-Heinz Raach sowie dem Autor Andreas Drouve zeigt auf beeindruckende Weise die Schönheit und die Vielfältigkeit des Kontinents. Die herrlichen Bilder des Titicacasees, des Zuckerhuts von Rio de Janeiro oder der Zeugnisse der verschiedensten Hochkulturen wecken beim Leser den Wunsch, sofort nach Südamerika aufzubrechen. Das Buch ist in diesem Jahr im Verlag Stürtz erschienen und kostet 49,95 Euro. Den Rest des Eintrags lesen. »
Seit die Bedrohungen durch den Klimawandel immer offensichtlicher werden, gilt die Andengottheit Pachamama als nährende Mutter Erde, die es vor menschlicher Zerstörungswut zu bewahren gilt. Die Andengottheit ist zu einer Schutzheiligen der Umwelt geworden. Evo Morales, der Präsident von Bolivien definiert die Gottheit Pachamama wie folgt: „Die Mutter Erde der lateinamerikanischen Indianer.“ Die Ethnologin Antoinette Molinié erklärt, dass vor 30 Jahren in Südamerika noch kaum von Pachamama gesprochen wurde. Den Rest des Eintrags lesen. »
Um sich aus einem politischen Tief zu befreien, bildete Evo Morales Ende Januar seine Regierungsmannschaft um. Die 20 Ministerinnen und Minister schworen ihrem Präsidenten bei der Vereidigung ihre Treue. Neu besetzt wurden allerdings nur die Ministerposten im Energieministerium, im Produktionsministerium und im Umweltministerium. In den übrigen 17 Ministerien gab es keine Wechsel an der Führungsspitze. Dem neuen Kabinett gehören wie dem alten wieder zehn Frauen und zehn Männer an. Evo Morales hat sein Regierung vor allem deswegen umgebildet, weil er politischen Gegenwind in Bolivien spürt. Den Rest des Eintrags lesen. »
Im Dreiländereck von Argentinien, Bolivien und Chile ist ein Lithiumrausch ausgebrochen. Hier werden riesige Vorkommen von Lithiumkarbonat vermutet. In der kargen steppen- und wüstenähnlichen Hochebene der Puna sollen etwa 80 Prozent der weltweiten Lithiumvorkommen lagern. Für die Flamingos, die hier an den hochgelegenen Salzseen leben, könnte der Abbau der Bodenschätze, den Untergang bedeuten. Auch ausländische Unternehmen wollen von Lithiumabbau profitieren. So hat beispielsweise die kanadische Firma Lithium America in Argentinien 44.000 Hektar Land, ein Gebiet mit dem Namen Cauchari, abgesteckt, um Lithium zu fördern. Den Rest des Eintrags lesen. »